JUWEL DER FLÜSSE

Die Pielach hat von allen Flüssen im niederösterreichischen Alpenvorland noch den höchsten Anteil an weitgehend naturnahen Fluss- und Uferstrukturen.
Sie liegt mit dem gesamten Verlauf im Natura 2000 Gebiet "Niederösterreichische Alpenvorlandflüsse".

Besonders der Unterlauf der Pielach blieb von Großregulierungen und harten Verbauungen weitgehend verschont und in einigen Abschnitten darf die Pielach noch frei mäandrieren. Prallhänge, Gleitufer und Schotterbänke bieten für viele gefährdete Pflanzen und Tiere die letzten Rückzugsgebiete.

Alleine im unteren Pielachtal brüten an die 100 Vogelarten, es wurden aber auch 15 Amphibien- und Reptilienarten nachgewiesen, wie der bereits stark bedrohte Laubfrosch oder die Würfelnatter. Die Wasserqualität ist durchwegs gut und vor allem stabil, der damit zusammenhängende Fischreichtum der Pielach ist weithin bekannt. Besonders der Huchenbestand ist von nationaler Bedeutung und wird von den Fischereivereinen gepflegt. Vielfach unterschätzt und nicht annähernd so bekannt wie Donau, Lech, Mur oder Salzach, fließt die Pielach zwischen Annaberg und Melk und ist eines der letzten Paradiese für gefährdete Tier- und Pflanzenarten im NÖ - Alpenvorland.

Ausgehend von ihrem Ursprung am Hennesteck (NÖ Kalkalpen), verläuft ihr Bett zunächst tief in dolomitischem Gestein. In ihrem Mittellauf ist die Pielach ein naturnahes aber doch reguliertes Gewässer, das größtenteils landwirtschaftlich intensiv genutztes Gebiet durchquert.

Ökologisch gleichermaßen wertvoll wie ihr Oberlauf, präsentiert sich der Unterlauf des Flusses mit natürlichen Abschnitten die Prallhänge, Gleitufer und Schotterbänke besitzen. So konnte der World Wide Found for Nature (WWF) beispielsweise insgesamt 98 Vogelarten registrieren, von denen 22 bereits vom Aussterben bedroht sind. Noch finden Eisvögel, Flussregenpfeifer oder Uferschwalben sowie viele Amphibien- und Reptilienarten geeignete Lebensräume vor. Auch der größte Süßwassersalmonide, der Huchen oder Donaulachs, ist in der Pielach noch anzutreffen. Doch scheint auch dieses Rückzucksgebiet für viele gefährdete Arten bedroht!


Die Zeit und das Wasser verändern alles.
(Leonardo da Vinci)

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