FAUNA - die Tierwelt

Die Tierwelt in und entlang der Pielach findet in vielen Bereichen noch natürliche bis naturnahe Bedingungen vor.

Natürliche Mäanderstrecke

Eisvogelpaar So wurden alleine am Unterlauf der Pielach über 100 Vogelarten festgestellt. Viele davon stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Grund genug für Bird Life Österreich, dieses Gebiet als "Important Bird Area" (Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung) auszuweisen.
Ebenfalls am Unterlauf wurde das größte Vorkommen des Eisvogels im gesamten Mostviertel festgestellt. Diese Eisvogeldichte ist auch europaweit bemerkenswert.
Der Fischreichtum der Pielach ist weithin bekannt.
Von der Donau wandern im Frühjahr typische Flussfische wie Nasen und Barben zum Ablaichen die Pielach aufwärts. Auch für das Vorkommen des Huchen, eines seltenen und in Fachkreisen berühmten Fisches ist die Pielach weithin bekannt. Der Huchen wird auch als Donaulachs bezeichnet und kommt in der Pielach bis etwa Mainburg vor. Teilweise sorgsam gehütet durch die Fischerei, teils durch natürliche Vermehrung.

Nasen

Huchenpaar beim Laichen
Für den Fischbestand der Pielach stellen Wehranlagen oft unüberwindbare Hindernisse dar. Diese Hindernisse behindern die Fische bei ihren typischen "Wanderungen", die sie zum Beispiel zu geeigneten Laichplätzen unternehmen. Dadurch wird die natürliche Erhaltung ihrer Art stark gestört.
Auch die Libellen, Amphibien und Reptilien sind im Pielachflussgebiet von hohem naturschutz-fachlichem Ausmaß vorhanden. So konnte die Forschungsgemeinschaft LANIUS 15 Amphibien- und Reptilienarten und 18 Libellenarten nachweisen.
www.lanius.at
 
Eisvogel auf der Jagd

 

Aufgrund ihrer Bedeutung für Tier- und Pflanzenwelt und den vorkommenden Lebensräumen wurde die gesamte Pielach in das Natura 2000 Gebiet "NÖ Alpenvorlandflüsse" aufgenommen.

Was ist Natura 2000?:



Natura 2000 nennt sich das europaweite Netz von mehr als zehntausend Schutzgebieten mit mehreren hunterttausend Quadratkilometern.
Damit sollen besondere Tier- und Pflanzenarten und die dazugehörigen schutzwürdigen Lebensräume für uns und zukünftige Generationen erhalten bleiben.
Dieses Netz wird von allen europäischen Mitgliedstaaten nach gleichen Rahmen-bedingungen eingerichtet.
Alle Mitgliedsländer haben mit ihrem Beitritt zur Europäischen Union zugesichert, dass die Natura 2000 Gebiete in ihrer Funktionalität nicht verschlechtert werden. Bei der Sicherung und Weiterentwicklung der Schutzgebiete sollen wirtschaftliche, kulturelle und regionale Anforderungen berücksichtigt werden.
Die EU fördert mit der „LIFE-Finanzierung“ Projekte die sich um die Verwirklichung der Ziele kümmern. An der Pielach fanden bereits einige LIFE Projekte statt.
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